Partner-Interview: EY über die Zukunft der überwachten Compliance – Teil zwei

Im ersten Teil unseres Interviews mit Pierre Pourquery von EY, , der die Kontroll- und Compliance-Lösung für Europa leitet, erläuterte Pierre uns die Herausforderungen, denen sich Unternehmen im Bereich Banken und Finanzdienstleistungen (FS) gegenübersehen, und erörterte auch die dringende Notwendigkeit, dass diese Unternehmen ihren gesamten Compliance-Ansatz ändern müssen und wie sie diese Aufgabe bewältigen.

In diesem zweiten Teil erklärt Pierre, weshalb OXIAL und EY perfekt positioniert sind, um bei einer solchen Umstellung zu helfen.

 OXIAL:   

Banken können strukturell äußerst groß und komplex werden. Wie können Sie überhaupt den Wechsel ihrer Kontrollen und Compliance einleiten?

Pierre Pourquery:  

Das ist in der Tat so. Selbst eine mittelgroße Bank verfügt über mehrere Standorte in verschiedenen Ländern und auf unterschiedlichen Kontinenten. Sie muss sich sowohl an die lokalen als auch an die weltweiten Richtlinien halten, und es gibt viele Funktionen, die bei diesen Prozessen eine Rolle spielen.

Dazu gehören Compliance, Risikomanagement, Handel, Überprüfung, die Rechtsabteilung und die gesamte Führungsebene, die alle ein Mitspracherecht haben oder aktiv an Kontrollen und Compliance beteiligt sind. Alle diese Funktionen haben zudem mehrere Unterfunktionen, so dass letztendlich eine Menge Leute involviert sind. Sie stehen häufig nicht miteinander in Kontakt und sprechen kaum darüber, was erledigt werden muss. Außerdem gibt es keine einheitlichen Methoden, Ansätze oder einheitlichen Daten oder Prozesse.

OXIAL: 

Warum sind Banken so kompliziert aufgebaut?

Pierre Pourquery:

Das ist eine gute Frage! In vielen Fällen sind die Strukturen so gewachsen, obwohl man der Auffassung sein kann, dass viele dieser Funktionen nicht erforderlich sind oder kleiner ausfallen könnten, da diese Strukturen zu einer größeren Komplexität führen und sich Risiken deshalb schwerer erkennen lassen. Durch diese Vielschichtigkeit, fällt es schwer, ein Problem sofort zu erkennen. Er ist weit von der obersten Ebene entfernt und nicht stark genug, um wahrgenommen zu werden.

Hier schafft OXIAL einen echten Mehrwert, indem es diese schwachen Signale aufgreift und verstärkt, so dass es vom Top-Management wahrgenommen wird und die richtigen Maßnahmen ergriffen werden können. Plötzlich erleichtert dies den Banken und Aufsichtsbehörden das Leben, weil diese überprüfen können, ob hinsichtlich einer bestimmten Richtlinie eine Kontrolle eingeführt wurde. Dadurch können Sie eine Richtlinie einem Unternehmen, einem Risiko, einer Kontrolle oder anderen Faktoren zuweisen und sicherstellen, dass diese auch umgesetzt wird.

 OXIAL:   

Wie dringend sollten sich Banken ändern?

Pierre Pourquery:  

Es wird immer dringender, da die Einhaltung der Vorschriften zu viel Zeit und Geld in Anspruch nimmt. Als die Compliance noch nicht so kompliziert war, war ein solcher einheitlicher Ansatz nicht so dringend nötig, da die Bank im Grunde aus mehreren Unternehmern bestand, die täglich neue Produkte entwickelten. Je innovativer und kreativer diese Unternehmer waren, desto besser. Außerdem schufen sie neue Produkte, für die es noch keinen Markt gab.

Das führte dazu, dass niemand die Preise vergleichen konnte, was wiederum bedeutete, dass es keine wirkliche Einschränkungen gab – der Bankier kannte den Marktpreis nicht genau, und der Kunde ebenso wenig. Jetzt liegen die Dinge ganz anders. Kunden können vergleichen, und die Aufsichtsbehörden drängen die Kunden aktiv dazu, dies zu tun.

Die Banken müssen sich also umstellen, da die Unternehmen anderer Branchen anfangen, mit hohem Druck auf die Märkte der Banken einzuwirken. Die Banken sind sich dessen natürlich bewusst, und die meisten haben den Prozess begonnen, aber vielleicht ist es schon zu spät. Können sie sich das leisten?

Richtlinien sind wichtig, und im Moment sind Google und Amazon nicht reguliert, aber wenn sie das in den Griff bekommen und ein gutes Produkt zu einem guten Preis auf den Markt bringen würden, würden Verbraucher und Unternehmen das nutzen, da bin ich mir sicher.

OXIAL:   

Wird der Bankensektor, wie wir ihn kennen, überleben?

Pierre Pourquery:  

Es wird in irgendeiner Form überleben, aber in fünf Jahren wird der Finanzsektor ganz anders aussehen als heute. Die klügeren Banken werden einen Weg finden, sich den Umständen entsprechen zu erneuern und neu zu erfinden. Diejenigen, die sich aus irgendeinem Grund nicht ändern oder ändern können, werden große Marktanteile verlieren oder den Betrieb einstellen. Die gesamte Finanzbranche steht am Scheideweg und muss die richtigen Entscheidungen treffen, wenn sie überleben will.

Die neue Generation der GRC-Lösungen von OXIAL wurden entwickelt, um einigen der wichtigsten Herausforderungen zu begegnen, denen Unternehmen, die mit Risikomanagement, firmeninternen Kontrollprozessen sowie mit Compliance-Fragen und Audits zu tun haben, gegenüberstehen. Die integrierte GRC-Plattform von OXIAL ermöglicht Unternehmen durch die Integration und Automatisierung von GRC-Prozessen auf globaler Ebene effizienter und effektiver bei der Risikominderung vorgehen zu können.

Mithilfe intuitiver und leistungsstarker Tools, die ein zeitnahes Reagieren auf sich schnell verändernde Risikoumgebungen möglich machen, sorgt OXIAL für eine einfache Synchronisierung von Tätigkeiten in den Bereichen Corporate Governance, Risikomanagement und Compliance sowie für eine Echtzeitüberwachung sämtlicher Geschäfts- und IT-Prozesse und Unternehmensressourcen.

OXIAL hat weltweit über 40 Kunden, die in verschiedenen Branchen tätig sind. Kunden entscheiden sich für den Digital Compliance Service von Oxial, weil ihre Anforderungen, wie zum Beispiel Verbesserung der betrieblichen Leistung sowie Fortführung des Unternehmenserfolges, vollständig erfüllt werden können.

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